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Heraus zum 1.Mai


Faschismus bekämpfen! - Überwachungswahn angreifen!



1.Mai 2006 Sozialrathaus 10:00 Uhr

Gegen den Alltäglichen Wahnsinn!
Die Fakten kann man jeden Tag in der Zeitung lesen. Die Arbeitslosigkeit ist so hoch wie noch nie seit Bestehen der BRD und mit ihr einher geht die wachsende Armut der Bevölkerung. Ungeachtet dieser Tatsache investiert der Staat immer mehr Geld in Bereiche, von denen der Durchschnittsbürger wenig profitiert. Der Ausbau der Überwachungs- und Kontrollapparate soll der Sicherheit aller dienen, löst aber wohl kaum soziale Probleme. Dieser steigende Überwachungswahn bedeutet neben massenhaften Ausweiskontrollen und Personendurchsuchungen seitens der Polizei, einen nahezu lückenlosen Ausbau der Videoüberwachung. Gerade im Hinblick auf die Fußball WM wird die Kontrolle durch den Staat massiv ausgebaut.

Whose streets? Our Streets!
Diesem Ordnungs- und Kontrollwahn fallen auch die Innenstadt und sämtliche öffentliche Plätze zum Opfer. Obwohl diese Orte eigentlich allen zur Verfügung stehen sollten, werden unliebsame BesucherInnen, die besagte Orte nicht zum Konsumieren und Geldausgeben besuchen schon mal seitens der Polizei und dem Ordnungsamt vertrieben, um ein sauberes Stadtbild zu gewährleisten, damit Touristen und konsumwillige StadtgängerInnen in Ruhe ihre Einkäufe tätigen können.

Gegen Nazis und Rassismus, für einen konsequenten Antifaschismus!
Seit ungefähr einem Jahr sind in Fürth Nazis wieder zunehmend aktiv. Sie versuchen durch Infostände und Veranstaltungen ihre menschenverachtende Propaganda unter die Leute zu bringen und hoffen in einer Stadt mit hohem MigrantInnen- Anteil durch ihre Hass-Parolen auf fruchtbaren Boden zu stoßen. Bei der Bundestagswahl 2005 lag das Ergebnis der Fürther NPD sogar über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Vorsitzender der NPD Fürth ist der vorbestrafte Neonazi Matthias Fischer. Dieser war vor seinem Eintritt in die NPD der Kopf der 2004 verbotenen "Fränkischen Aktionsfront" (FAF), einer militanten Neonaziorganisation. So kam es im vergangenen Jahr nicht selten vor, dass große und kleine Gruppen von Neonazis grölend durch die Fürther Innenstadt zogen und dabei auch Leute anpöbelten und bedrohten.

Stadt und Staat tun ihr übriges dazu.
Einrichtungen wie das "Ausreisezentrum" im Fürther Osten, in dem Asylsuchende MigrantenInnen durch Isolation und stundenlange Verhöre dazu gebracht werden sollen wieder "freiwillig" in das Land zurückzukehren, aus dem sie vor Hunger, Krieg, Verfolgung oder ähnlichem geflohen sind, bedeuten einen durch den Staat praktizierten Rassismus. Dieser verdeutlicht sich nicht zuletzt in der Verschärfung des Asylgesetztes oder in den Diskussionen über Abfanglager für MigrantInnen in Nordafrika. Es ist daher wenig verwunderlich, dass Neo -und Altnazis bei diesem politischen Klima vermehrt Erfolge verzeichnen können.

Was Tun?
Verdrängen? Alles einfach ignorieren? Das Spiel mitspielen? Du kannst es probieren, vielleicht kommst du auch weiter als andere, aber wie lange wird es gut gehen? Und dann auch noch ohne Ausbildungsplatz, Arbeit, Zukunft? Niemand anderes wird diese Probleme für dich lösen. Schon gar keine Regierungen, welche nur die Interessen der Konzerne und Banken vertreten, was bei Abschluss des Ausbildungspaktes einmal mehr deutlich wurde. Hier wurde von Seiten der Politik ein sehr halbherziger Versuch unternommen, die Lehrstellenproblematik zu mildern. Betriebe wurden zwar aufgefordert Auszubildende einzustellen, hatten bei Unterlassung aber keinerlei Konsequenzen zu befürchten. Das Ergebnis war vorhersehbar: Der Lehrstellenmangel ist nach wie vor akut und die einzigen die von dieser Politik profitieren sind die Unternehmen, die weiterhin bevorzugt Billiglohnkräfte einstellen.
Das Problem besteht hierbei aber nicht darin eine gute oder schlechte Regierung zu haben, sondern in der Marktwirtschaft an sich. Konzerne wie die Deutsche Bank und Elektrolux (AEG) haben diese Realität einmal mehr ersichtlich gemacht. Beide Unternehmen haben trotz Milliardengewinnen tausende Arbeitsplätze vernichtet, um ihren Profit zu maximieren. Ein System, welches nur an dem Reichtum einiger Weniger orientiert ist und sich dafür der Ausbeutung und Unterdrückung der Masse bedient, wird niemals einen gesicherten Lebensunterhalt und echte Freiheit für Alle ermöglichen können.
Das System hat keine Fehler, es ist der Fehler!

Refuse/Resist
Meinung bilden, raus aus dem Mainstream! Schließ dich antifaschistischen Gruppen an und leiste Widerstand! Komm zu den 1. Mai Demos und trage deine Meinung und deinen Protest auf die Straße!

Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!

Demonstration in Fürth
10:00 Uhr Sozialrathaus (U-Bahn Rathaus)
Treffpunkt am Transparent der Antifaschistischen Linken Fürth
Wir fahren im Anschluss an die Demo in Fürth gemeinsam mit der U-Bahn nach Nürnberg
Revolutionäre Demonstration in Nürnberg/Gostenhof
12:00 Uhr Bauerngasse/Gostenhofer Hauptstr. (U-Bahn Plärrer)
„Streiken. Besetzen. Enteignen. Kapitalismus abschaffen! Für die soziale Revolution!“
danach: Internationalistisches Straßenfest
ab 14:00 Uhr neben dem Nachbarschaftshaus Gostenhof
mit Ausstellung, Infotischen, Essen+Trinken und Musik von Rogue Steady Orchestra (Ska/Göttingen) MC Mal Eleve (Irie Revoltes) + Rebell Voice Sound (Heidelberg) Voss (Hardcore aus Dijon, Frankreich) Respublika (Funkcore/Nürnberg)